Das Konzept

Vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung in Deutschland gewinnt selbstverantwortliches Handeln zum Erhalt der eigenen Gesundheit an Bedeutung. Durch die regionale Implementierung des "Fahrplans zur Vorsorge" wird das Ziel verfolgt, mehr Menschen in der Metropolregion Rhein-Neckar zu einer sinnvollen und regelmäßigen gesundheitlichen Prävention zu motivieren. Damit soll nachhaltig die Gesundheit, Leistungsfähigkeit und Lebensqualität der Bürger erhalten bzw. erhöht werden.

Der Inhalt des "Vorsorgefahrplans" umfasst alle von der gesetzlichen Krankenversicherung übernommenen Maßnahmen zur Früherkennung von Krankheiten (1) und darüber hinaus.

      Vergleichbar mit den Teilen eines Puzzles ergeben die bestehenden Einzelmaßnahmen ein Gesamtbild. Das deutsche Gesundheitssystem gibt eine Vielzahl guter Vorsorgemaßnahmen her. Laut Frau Prof. Dr. Pott von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung fehlt ein Gesamtkonzept(2). 

Mit der Initiative "Fahrplan zur Vorsorge" werden die einzelnen "Puzzleteile" genutzt und allgemein verständlich zusammengeführt. Einzigartig ist weiter, dass die jeweiligen medizinisch erforderlichen Untersuchungen dem Risikoprofil des Anwenders entsprechend dargestellt werden. Daraus resultiert dann eine individuelle Handlungsanweisung.

Zur Motivation und Aktion unter dem Aspekt des Älterwerdens der Bevölkerung ist es wichtig, die Notwendigkeit der Teilnahme an präventiven Maßnahmen zu vermitteln. Viele Versicherte sind unzureichend über die Sinnhaftigkeit der Vorsorgeuntersuchenen informiert. Ohne "Druck und Angst" kann, je nach Anwenderwunsch, umfangreich Information abgerufen werden.

Die zusammengeführten Untersuchungen umfassen zum Beispiel die verborgenen Anzeichen zur Früherkennung von

Zuckerkrankheit (Diabetes):

  • Deutschland hat europaweit die höchste Diabeteserkrankungs (geschätzt 12%) (3)
  • in 60% der Fälle kann ein Ausbruch der Erkrankung ohne Medikamente verhindert werden.
  • Zuckerkrankheit erhöht das Risiko für Kreislauferkrankungen wie Herzinfarkt

Herz-Kreislauf-Erkrankungen:

  • Diese brauchen oft Jahre bis zu ihrer Entstehung. Zur Verhinderung eines Herzinfarktes sollten diese erkannt werden.
  • Jeder zweite hat Bluthochdruck.(4)
  • Unbehandelter Bluthochdruck schädigt neben den Blutgefäßen, das Herz, Gehirn und die Nerven.

Krebs:

  • Je früher Krebs erkannt wird, desto besser liegen die Heilungschancen.
  • An Darmkrebs sterben fünfmal mehr Deutsche als im Straßenverkehr und 90% könnten davon überleben.(5)
  • Hautkrebsscreening: Früh erkannt ist Hautkrebs zu nahezu 100% heilbar.
  • Impfen als Schutz vor Gebärmutterhalskrebs.(6)

Immun- bzw Impfstatus:

  • Starker Anstieg der Masernfälle! In Baden-Würtemmberg am stärksten! Innerhalb eines Jahres um das Fünffache!(7)
  • Gefahr des kontinuierlichen Abfalls des Impfschutzes im Alter.
  • Schutz vor Epidemie nur bei Druchimpfungsrate von 95%.
  • 30% der Eltern sind Impfskeptiker.(8)
  • Impfungen zählen nachgewiesen zu den kosteneffektivsten Präventionsmaßnahmen, die teilweise sogar zu Kosteneinsparungen führen.(9)

Ignorieren eines möglichen eigenen Risikos verhindert eine Erkrankung nicht! Regelmäßige Vorsorge tut nicht weh und kann schwere Folgeerkrankungen verhindern.

Mit der Initiative des "Fahrplans zur Vorsorge" wird das Ziel verfolgt, das Gesundheitsniveau zu heben damit das gesunde Leben verlängert wird.

Mit der Entwicklung eines personalisierten Gesamtkonzepts können sich erstmalig alle Bürger umfassende und verständliche Informationen abrufen. Durch die einfache Anwendung wird für jeden Alter die Teilnahme an sinnvollen und regelmäßigen Präventionsmaßnahmen zum Kinderspiel und zur Selbstverständlichkeit. Mit HIlfe einer übersichtlichen Darstellung sollte keine Untersuchung und kein Impftermin, von Geburt an bis ins hohe Alter verpasst werden.

Eine stete Weiterentwicklung des "Vorsorgefahrplans" mit Unterstützung eines Wissenschaftlichen Beirats sorgt für eine möglichst hohe Aktualität.

  Quellen: